Hydrant

Die Inbetriebnahme eines Hydranten ist eine Grundaufgabe jedes Feuerwehrmanns. Aber bereits bei dieser einfachen Tätigkeit drohen Druckstöße oder eine Verschmutzung des Trinkwassers. Daher hier einige Hinweise.

Unterflurhydrant

  • Sauberkeit: Das Standrohr hat direkten Kontakt mit der Trinkwasserleitung. Daher sollte es auch regelmäßig gereinigt werden. Schmutz und Fett im Bereich der Klauenmutter können leicht in die Leitung gelangen. Eine Lagerung auf einer fahrbaren Schlauchhaspel ist zwar praktisch. Damit gelangt aber auch Straßenschmutz in das Standrohr. Blindkupplungen anbringen!
  • Richtige Reihenfolge beim Öffnen des Hydranten beachten! Zuerst Aufdrehen eines Abgangsventils am Standrohr. Erst dann den Hydranten öffnen. Damit wird sichergestellt, dass Schmutz aus der Leitung herausgespült wird.
  • Rückbau: Im Unterflurhydranten befindet sich eine Entwässerungsöffnung. Diese kann nur funktionieren, wenn ein Abgangsventil leicht geöffnet ist. Das Standrohr erst abnehmen, wenn das Wasser über diese Entwässerung abgelaufen ist. Wird das Standrohr vorher abgebaut, so spült das Restwasser den Schmutz im Hydrantenschacht in die Leitung.

Überflurhyrant

Einige Überflurhydranten sind mit A-Anschlüssen versehen. Hier niemals einen Saugschlauch anschließen. Eine zu große Wasserentnahme würde zu einem Unterdruck in der Wasserleitung führen. Ein Rohrbruch ist vorprogrammiert, da Wasserleitungen nicht für Unterdrücke ausgelegt sind!

 

Ein besonderer Fall ist das Schließen eines Überflurhydranten mit Fallmantel. Hier muss beim Schließen ein Abgangsventil leicht geöffnet bleiben. Ansonsten sind Beschädigungen des Hydranten möglich.

Trinkwasserschutz

Der Deutsche Feuerwehrverband hat auf seiner Homepage eine Fachempfehlung "Vermeidung von Beeinträchtigungen des Trinkwassers bei Löschwasserentnahmen am Hydranten" veröffentlicht. In dieser Empfehlung wird auch auf Druckstöße und deren Vermeidung eingegangen.